Hanf Museum Berlin
Willkommen auf der Webseite des Hanf Museum Berlin. Hier folgt eine Übersicht über verschiedene Teile der Webseite. Weiter unten befinden sich weitere Neuigkeiten und Ankündigungen.
Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna und Amsterdam das dritte weltweit.
Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf mehr als 250 qm.
Veröffentlicht am 19. April 2012
Die Berlinmacher im Ephraim-Palais, im Nikolaiviertel und im Hanf Museum
Eine ungewöhnliche Ausstellung über eine besondere Stadt wird ab 18.4. von der Stiftung Stadtmuseum Berlin zur 775-Jahr-Feier Berlins im Ephraim-Palais präsentiert. In der zentralen Museumsschau werden erstmals anhand von Porträts einzelner Berliner, die in dieser Stadt wirkten und ihr wesentliche Impulse verliehen, interessante Aspekte aus Vergangenheit und Gegenwart den Besuchern vor Augen geführt.
Diese Ausstellung führt nicht nur durch das Ephraim-Palais, sondern auch durch das Nikolaiviertel und in das Hanf Museum. Vorgestellt werden 75 Persönlichkeiten, unter ihnen der erste namentlich bekannte Berliner, der Pfarrer Symeon, Milieuschilderer Heinrich Zille oder der Naturwissenschaftler Franz Carl Achard. Auch persönliche Beziehungen unter den Zeitgenossen werden thematisiert. Jede Leitfigur bringt drei weitere Figuren mit. Den 75 historischen Lebensbildern sind 700 kurze Porträts heutiger Berliner zur Seite gestellt, die die eindrucksvolle Vielfalt der ‘Berlinmacher’ den Ausstellungsbesuchern nahe bringen.
Das Hanf Museum hat die Persönlichkeit Rudi Dutschkes und sein Umfeld zum Thema.
Berlinmacher – 775 Porträts – ein Netzwerk, 18.4.-28.10.2012,
im Hanf Museum und im
Ephraim-Palais, Mitte, Poststraße 16 (U und S Alexanderplatz; Busse: M48, 100, 200, 248), Tel. 24 00 21 62. Di., Do. bis So. und 30.4., 10-18, Mi. 12-20 Uhr.
Veröffentlicht am 9. Dezember 2011
Dreihundert Jahre ist es nun her, dass Friedrich II, Sohn des Soldatenkönigs, zu Berlin geboren ward. Es war die hohe Zeit des Rokoko, die “Ego-show” absolutistischer Herrscher. Manufakturbetriebe kündigten die kommende Industrialisierung an, und die heimische Landwirtschaft bekam mit wachsender Weltwirtschaft internationale Konkurrenz.
Noch war Hanf zwar ein sehr wichtiges, aber auch ein sehr gewöhnliches Produkt der hiesigen Landwirtschaft. Als Öllieferant oder in der Tuchweberei war Hanf alltäglich, als Rohstoff für Seile quasi unersetzlich. Welche Beziehung hatte der bekannteste Hohenzoller zum Hanf?
Dieser Frage geht das Hanf Museum nach, mit einer saloppen Biographie Friedrichs während einer Zeit, in der Hanf noch zum Alltag gehörte.
Die Sonderausstellung ist auch nach der Langen Nacht zugänglich!
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5. Januar 2012
Das Hanf Museum macht Winterferien! In der Woche vom 9. bis 16. Januar 2012 ist das Museum geschlossen. Wir freuen uns, euch nach den Urlaubstagen bei uns begrüßen zu können.
18. Dezember 2011
Wir werden an den Feiertagen offen haben und freuen uns über euren Besuch! Im Detail: 24. und 25.12.: geschlossen; 26.12.: offen ab 12 Uhr. Wir wünschen allen viel Spass bei den Feierlichkeiten.
Am 31.12. und 1. Januar 2012 haben wir ebenso geschlossen!
21. April 2011
Wir freuen uns, euch über die Osterfeiertage und Karfreitag bei uns begrüßen zu können: Wir haben über Ostern jeden Tag, auch Ostermontag, ab 12 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Danach geht es mit den normalen Öffnungszeiten weiter.
8. April 2011
Wir möchten an dieser Stelle auf die Industriehanf-Petition, welche zur Zeit beim Deutschen Bundestag zur Mitzeichnung ausliegt, hinweisen. Bei dieser Petition geht es um die Erschwernisse, die den Produzenten von Industriell genutztem Hanf in den Weg gelegt werden. Aus diesem Grund soll der dt. Bundestag beschliessen, §24a BtMG (Anzeige des Anbaus von Nutzhanf) zu streichen. Weitere Informationen auf der Seite des H.A.N.F. e.V..
12. Januar 2011
Das Nachrichtenportal Tagesblick.de hat am 9.1. einen schönen Artikel über das Hanf Museum veröffentlicht: “Schiffe gelenkt, Glocken geschwenkt, Bettstellen verschränkt, Diebe gehenckt“. Wir freuen uns, als Tipp zum Ausgehen genannt zu werden.
23. Dezember 2010
Das Hanf Museum Berlin wird in den Feiertagen offen haben! Wir haben wie folgt geöffnet bzw. geschlossen:
- Geschlossen am 24. und 25.12. sowie 31.12.2010
- Geöffnet am 26.12. (Montag) bis 30.12.2010 und am 3.1.2010 (Montag)
Wir werden dann auch Winterferien machen, vom 10. bis 17. Januar 2011. Wir wünschen euch schöne Ferien und Feiertage!
24. August 2010
Nach acht Jahren des Betriebs muss das Hanf Museum Berlin leider seinen Eintrittspreis ab den 31.8.2010 erhöhen. Wir wollen natürlich nicht auf unserem jetzigen Stand verharren, sondern werden die Gelder auch in eine schönere und weitere Ausstellungen investieren:
- Standard Eintritt: 4,50 Euro
- Ermässigten Eintritt: 3,00 Euro (mit berlinpass, Gruppen, usw.)
27. Juli 2010
Am 07.08.2010 findet in Berlin die Hanfparade statt. Wie in den Jahren zuvor, soll mit der Demonstration eine bessere Drogenpolitik angemahnt werden. Im Gespräch mit Vertretern des Hanfmuseums e.V. zu Hintergründen nach den Demoforderungen, wird auch die Frage nach Hanf als Kulturpflanze Beachtung finden. Anschließend wird die Thematik mit einer Unterhaltung mit dem Drogennotdienst abgerundet.
7. Juli 2010
Oleg Weedy war uns im letzten Sommer besuchen. Oleg’s Projekt ist die Russische Cannabis-Enzyklopädie (Конопляная энциклопедия), also ein Wegweiser durch die Hanfkultur in Buchform.
Wir freuen uns darin vertreten zu sein! Auch andere Bekannte aus Deutschland sind erwähnt: die Hanfparade, Hanf&Natur und das Hanflabyrinth seien hier nur vertretend genannt. Die russischsprachige Cannabisenzyklopädie erschien das erste mal 2001 und enthält die Beschreibungen aus 42 Ländern mit Texten, Illustrationen und Photos. Sie wurde 2010 neu aufgelegt und enthält nun 400 Seiten und 34 Länder. Sie ist bei Weedy Publishing für 400 Rubel (etwa 11 Euro) erhältlich.
5. Juli 2010
In wenigen Tagen fangen in Berlin die Sommerferien an und endlich Zeit was zu unternehmen! Wir halten das Hanf Museum für euch den Sommer über offen, schaut’ doch mal ‘rein.
Eine Pflanze stellt sich vor:

Dieses Schaubild stellt die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Hanfpflanze dar
Hanf ( Cannabis Sativa )
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zählt zu den höchstentwickelten Pflanzen dieser Erde und nutzt die Sonnenenergie effektiver als viele andere Pflanzen
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gedeiht in fast allen Klimazonen, auf fast allen Böden und ist gegen Schädlinge aller Art weitgehend resistent
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eignet sich optimal als Pionierpflanze und ist selbstverträglich
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ist als Vor- und Zwischenfrucht mit allen anderen Nutzpflanzen anbaubar
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besticht durch seine einzigartige Vielseitigkeit, was die Verwendbarkeit der Erträge anbelangt
Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Hanferzeugnissen läßt erahnen, wie wichtig die Wiedereingliederung dieser Kulturpflanze in unsere Wirtschaft ist. Da ökologische Folgekosten immer stärker miteinbezogen werden müssen, ist der Raubbau und die Ausbeutung fossiler Rohstoffe schon lange unbezahlbar. Darum sollten wir lernen unsere täglichen Bedürfnisse mit nachwachsenden Rohstoffen zu befriedigen, so daß auch folgenden Generationen eine lebenswerte Erde vorfinden.
Der Hanf kann hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Wenn er grossflächiger angebaut wird, und sowohl die Ernte-, als auch die Verarbeitungstechnik dahingehend weiterentwickelt werden, daß die gesamte Pflanze - vom Stiel bis zum Samen - als Rohstoff genutzt wird, dann können Hanferzeugnisse sowohl in regionalen Wirtschaftskreisläufen eine entscheidende Rolle spielen, als auch dem ökologischen Ausverkauf der Erde entgegenwirken.
In fast allen Kulturen der Welt wurden zu fast allen Zeiten Hanferzeugnisse genutzt. Funde von Hanfschnur in China werden auf Zeiten datiert, in denen die Schrift noch nicht erfunden war. Hanfsamen waren in vorchristlichen Zeiten eine übliche Grabbeilage, die den Verstorbenen auf seinem Weg ins Jenseits begleiteten. Auch in unseren Breitengraden galt der Hanf jahrhundertelang als wichtige Nutzpflanze. Karl der Große ordnete um 800 den Hanfanbau an, um die Herstellung kriegswichtiger Gerätschaften, wie Seile, Planen usw., zu gewährleisten, um nur ein Beispiel zu nennen.
Bis Anfang unseres Jahrhunderts war der Hanf eine unersetzliche Kulturpflanze. Erst die Entdeckung des Holzaufschlussverfahrens verdrängte den Hanf aus der Papierherstellung, da der Wald als unendlich verfügbare Ressource angesehen wurde. Baumwollprodukte eroberten aufgrund der billigen und menschenverachtenden Sklavenarbeit den Textilmarkt.
Als - nach dem Fall der Alkoholprohibition in den USA - dann noch eine Hetzkampagne gegen Marihuana (mexkanisch für Hanf) iniziert wurde, verloren die meisten Menschen das Wissen um die alte Kulturpflanze und der "Mythos des Mörderkrauts", der Einstiegsdroge, wurde geschaffen.
Um diesem Mythos zu begegnen arbeiten seit dem Verbot einzelne Menschen und Gruppen daran, das Wissen um die Nutzungsmöglichkeiten der Hanfpflanze zu bewahren. Einige von ihnen gründeten im August 1992
den H.A.N.F. e.V. (Hanf als Nutzpflanze fördern) um das Wissen über den Hanf zu sammeln, zu ordnen und an Interessierte weiterzugeben.
Das enorme Interesse verschiedenster Menschen forderten eine ständige, öffentliche Ausstellung, die das Wissen allgemein zugänglich macht. Um dieses zu ermöglichen, eröffnete am 6. Dezember 1994 der H.A.N.F. e.V. das Hanf Museum in Berlin.
Ein Museum stellt sich vor:
Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, der Schweiz und Amsterdam das vierte weltweit.
Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf mehr als 250 qm.
Beginnend mit einer allgemeinen Vorstellung wird neben dem Wachstum und dem Anbau, die Ernte und die Vorverarbeitung aus historischer Sicht beschrieben. Weiter geht es mit den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten:
- Dämm- und Isolierstoffe
- Fasergewinnung und Textilherstellung
- Zellulosenutzug und Papierherstellung
- Samennutzung
- medizinische Möglichkeiten
Nach der konventionellen Nutzung wird die Bedeutung des Hanfes in verschiedenen Kulturen der Welt - von Jamaica bis Indien - beleuchtet. Exemplarisch für Berlin steht
Wolfgang Neuss, der Vielen nicht nur als Nachkriegskabarettist, sondern auch als genialer Freigeist, bissiger Querdenker und überzeugter Kiffer bekannt ist.
Abschließend beschäftigt sich die Ausstellung mit der juristischen Seite des THC-haltigen Hanfes, wobei insbesondere versucht wird, den derzeitigen Zustand der Gesetzeslage zu entwirren.
Im Lesecafé haben außerdem KünstlerInnen
die Möglichkeit ihre Werke auszustellen und den BesucherInnen des Museums
stehen hier themenbezogene Videos zur Verfügung.
Darüberhinaus bietet ein kleiner Shop Artikel und Literatur aus und über den Hanf an. In unserer Pflanzenvitrine kann man
den Hanf wachsen sehen.
Addresse & Kontakt
Hanf Museum Berlin
Mühlendamm 5 - 10178 Berlin - Mitte
am Nikolaiviertel, dem historischen Kern von Berlin
Anfahrt über Grunerstraße, Molkemarkt
für Rollstuhl geeignet
Öffnungszeiten
Montag ist Ruhetag
Dienstags bis Freitags: 10 Uhr bis 20 Uhr
Samstags und Sonntags: 12 bis 20 Uhr
Öffentliche Verkehrsmittel
Bus M48, Bushaltestelle "Nikolaiviertel"
U/S-Bhf. Alexanderplatz (U5/U8/S5/S7/S9)
U-Bhf. Klosterstraße (U2)
U-Bhf. Stadtmitte (U6)
Preise
Eintritt: 4,50 Euro
Ermässigter Eintritt: 3,- Euro
Kinder bis 10 Jahre haben freien Eintritt;
es gibt Ermässigung für Gruppen sowie berlinpass InhaberInnen
Führungen sind nach Anmeldung per Telefon oder Fax möglich. Bei einer Gruppenstärke unter 10 Personen kostet die Führung 5,- Euro extra.
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